Mittwoch, 21. Mai 2014

Auf dem Rücken von Pferden


Mittwoch, 21. Mai 2014



Die letzen drei Tage verbrachten wir auf dem Hof "EldHestar" in der Nähe von Reykjavic. Auf dem Programm stand eine dreitägige Reittour "Rund um den Vulkan". Für mich als unerfahrene Reiterin eine grosse Herausforderung!
Die Tagesetappen beinhalteten jeweils 5-6 Stunden Reiten. Zum Glück hat das Wetter mitgespielt und die Sonne hat gelacht, für Island um diese Jahreszeit mehr als ungewöhnlich.




Auf den struppigen kleinen Islandpferden über Stock und Stein durch die fantastisch anmutende Vulkanlandschaft zu reiten war ein Erlebnis der besonderen Art.




Am letzten Tag fand die Mittagspause an einem der von der Natur geschaffenen Hot- Pools statt. Ein Bach , dessen Wasser vom Magma erhitzt seinen Weg bergab sucht und dabei mehrere Becken von unterschiedlicher Wassertemperatur durchströmt. Das heisst runter vom Pferd, und nichts wie hinein ins heisse Wasser, um sich so richtig durchwärmen zu lassen.





Für botanische Betrachtungen blieb in diesen drei Tagen kein Raum.
Abends was ich nur noch in der Lage, meine Knochen und Muskeln zu sortieren und ihnen bis zum nächsten Tag etwas Ruhe zu gönnen.

Klein und haarig - Pflanzen, Elfen, Trolle

Mittwoch, 21. Mai 2014


Klein und haarig - Pflanzen, Elfen, Trolle

Wieder unterwegs, diesmal dabei Island per Mietwagen auf eigene Faust zu entdecken.

Eine Insel, die von den tektonischen Platten Amerikas und Eurasiens in der Mitte auseinandergerissen wird, um doch an diesen Stellen von austretendem Magma immer wieder neu aufgebaut zu werden.

Klein, klein sind die Pflanzen die sich im strengen Wind eng an den Boden schmiegen:
Moorbirken (Betula pubescens) strecken ihre ersten Blättchen hervor.
Zwergweiden, siehe Foto (Salix glauca mit dichtbehaarten Blättern, Wuchshöhe ca. 10 bis 30 cm), blühen, Thymianpolster duften zwischen bemoosten Felsen.


Dazwischen Horste von Frauenmantel und Silbermantel (Gattung Alchemilla). Eine Primärvegetation, die sich bei uns in Gletschernähe zeigt.

Heiss, heiss ist das Wasser, das dampfend aus den Erdspalten strömt.


(Mein Kinderbuchtipp: "Urmel im Vulkan" von Max Kruse.

"...aus dem See erhob sich eine wunderschöne, weiss verschleierte Elfe die säuselt: "Spring ins Wasser, es ist herrlich warm!" - "Nein, nein, tu' es nicht! Du wirst jämmerlich verbrühen!"
- zum Glück gibt es die gute Schweinefee, öff, öff.

Die Landschaft unter dem weiten Himmel ist so von Extremen geprägt, das man tatsächlich anfängt an Feen zu glauben; an Elben - treue Freunde und furchtbare Feinde- und an Trolle.


Unsere Reittourbegleiterin Anna sagte, isländische Trolle seien gross, hässlich und stinkend.
Sie habe schon welche gesehen - immer wieder am Samstag, Nachts, ...
- in Reykjavik, in Bars herumlungernd.

Samstag, 17. Mai 2014

Unfreiwillige Ehrenrunde am Puget Sound

Samstag, 17. Mai 2014


Unfreiwillige Ehrenrunde am Puget Sound

Unser Flug nach Island wurde gecancelt!
Böse Überraschung am Flughafen von Seattle: die isländischen Piloten streiken.
Wir wurden auf den darauffolgenden Tag neu gebucht und hatten so noch ein paar Stunden Zeit, uns Seattle anzuschauen.



24 Stunden später ging es dann endlich weiter. Unser letztes amerikanisches Essen:

Willkommen im Land der Feen

Samstag, 17. Mai 2014


Willkommen im Land der Feen

Nach einem 6- stündigen Flug erreichten wir endlich Island.

Unterwegs: Mitternachtssonne beim Flug über Grönland.



Durch die Zeitverschiebung und nur 1 Stunde Schlaf kamen wir heute völlig übermüdet in Reykjavik an.
Die Insel begrüsste uns mit starkem Wind, Schneeregen und Temperaturen um die 4°C. Hier einige erste Impression von der fantastischen Landschaft, an der man sich kaum sattsehen kann:

Schroffe Lavaformationen die mit den verschiedensten Flechten und Moosen überzogen sind. Dazu später hoffentlich noch mehr.

Donnerstag, 15. Mai 2014

So Long, America


Donnerstag, 15. Mai 2014


So Long, America

Wieder neigt sich ein Abschnitt unserer Reise dem Ende zu. Morgen erreichen wir Seattle und besteigen dort den Flieger nach Reykjavik.

Nur einen kleinen Teil dieses weiten Landes konnten wir bereisen. Was mir in Erinnerung bleiben wird: Die üppige Vielfalt an Flora und Fauna die die Küstenlandschaft mit ihren gemässigten Regenwäldern zu bieten hat, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der menschlichen Bewohner. Hier könnt man verweilen, und es gäbe noch so vieles zu sehen und zu bestaunen!



Die Campingmöglichkeiten in den State- Parks sind fantastisch (soeben spazierte ein Elk an unserem Zelt vorbei...) und viele kleine Trails laden zu Wanderungen ein.

Was es wohl in Island alles zu entdecken gibt? Ich freue mich auf unsere Reiterferien, Flechten, Moose und das Baden in den heissen Quellen.

Löwen und Beeren - die Westküste Oregons

Donnerstag, 15. Mai 2014


Löwen und Beeren - die Westküste Oregons

Wir sind wieder an der Küste und, endlich, endlich, ist das Wetter wieder sonnig und ein wenig wärmer.

Hier findet man Sanddünen, durchzogen von Wäldern aus vom Wind gebeugten Kiefern und verschiedenen Arten struppiger Gräser, aus denen die Natives ihre traditionellen Korbwaren herstellten.
Z. Bsp. Bear Grass (Xerophyllum tenax) und Deer Grass (Muhlenbergia rigins)
(Quelle: Justin F. Farmer "Basketry Plants used by Western American Indians")






Hier befindet sich auch eine der grössten Seelöwen - Kolonien der Westküste.
In und um eine natürliche, vom Ozean ausgewaschene Felsenhöhle tummeln sich ca. 200 Individuen. Man schmeckt sie schon vom Weiten!




Fantastisch, mit welcher Eleganz diese imposanten Tiere die starke Brandung des Pazifischen Meeres durchschwimmen.

Eine Vielzahl von Beerentragender Gewächse findet sich ebenfalls in der küstennahen Region. Die bereits beschriebene Thimbelberry, die Salmonberry (auch ein Rubus- Gewächs mit pinkfarbenen Blüten) und die omnipresenten  Salal - Beerensträucher (Gaultheria shallon, Shallon - Scheinbeere)


Die blauschwarzen Beeren wurden von den Chinook - Indianern geerntet, getrocknet und zu Pulver zerstampft, das ganze ergab eine Art "Frucht - Leder", eine vitaminreiche Ergänzung für den Wintervorrat.

Hier noch die Kinnikinnick - Beerenpflanze (Arctostaphylos spp. aus der Familie der Erikagewächse - man beachte die glöckchenförmigen Blüten).


Der Name "Kinnikinnick" bedeutet soviel wie "Rauchmischung". Die Blätter der Pflanzen wurden getrocknet gerne als Bestandteil von Tabak- Mixturen geraucht oder, wegen ihres hohen Gehalts an Gerbstoffen, als Teeaufguss gegen Durchfallerkrankungen eingenommen.

Und überall, überall der gelb blühende Ginster - Neophyt! Invasiv! Kreisch!

Mt. St. Helene - Disaster and Recreation


Donnerstag, 15. Mai 2014


Mt. St. Helene - Disaster and Recreation

Hallo Washington! Der dritte Staat der USA, den wir auf unserer Reise entlang der Westküste besuchen. 
Hier der Columbia River, der die Grenze zwischen Oregon und Washington markiert:



Ein Abstecher zum Mt. Helene darf dabei natürlich nicht fehlen. Dieser sonst schlafende Vulkan brach 1980 aus, die gewaltige Eruption zerstörte dabei alles, was sich in einem Umkreis von mehreren Kilometern befand. Ein grosser Teil des Vulkankegels brach bei dieser Katastrophe weg.



Langsam regeneriert sich diese sogenannte "Blast- Zone" wieder- Primärvegetation siedelt sich wieder an und Aufforstungsarbeiten tragen ihren Teil dazu bei.

Blühende Erlen:


Der Coldwater- Lake:

Kiwis are Calling

Am 7.12.2018 ist es einmal wieder soweit: Es geht auf grosse Reise, an's andere Ende der Welt, nach Neuseeland. Auf dem Weg in den Somme...